Energieeffizienzklassen A+ bis H – und die neue EU-Skala A–G (2026)
Die Energieeffizienzklasse eines Wohngebäudes reicht aktuell von A+ (sehr sparsam) bis H (sehr unwirtschaftlich) und richtet sich nach dem Endenergiekennwert in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/(m²·a)). Sie steht auf dem Energieausweis und macht Gebäude auf einen Blick vergleichbar.
Ob Kauf, Verkauf oder Sanierung – die Energieeffizienzklasse ist die wichtigste Kennzahl des Energieausweises. Hier erfahren Sie, welche Klasse welchem Verbrauch entspricht, wo Sie Ihre Klasse finden und was sich mit der geplanten neuen EU-Skala 2026 ändert.
Was ist die Energieeffizienzklasse?
Sie fasst die energetische Qualität eines Gebäudes in einer Buchstabenklasse zusammen – ähnlich dem Label bei Elektrogeräten. Grundlage ist der Energiekennwert aus dem Energieausweis. Je niedriger der Wert, desto besser die Klasse.
Die Skala A+ bis H im Überblick
| Klasse | Endenergie kWh/(m²·a) | Einordnung |
|---|---|---|
| A+ | unter 30 | Effizienzhaus-/Neubau-Niveau |
| A | 30–50 | sehr sparsam |
| B | 50–75 | sparsam |
| C | 75–100 | gut |
| D | 100–130 | durchschnittlich |
| E | 130–160 | unterdurchschnittlich |
| F | 160–200 | hoher Verbrauch |
| G | 200–250 | sehr hoher Verbrauch |
| H | über 250 | unwirtschaftlich |
Die Werte sind Richtwerte für Wohngebäude. Auf dem Energieausweis wird die Klasse zusätzlich über einen farbigen Balken (grün bis rot) dargestellt.
Wo finde ich meine Energieeffizienzklasse?
Auf dem Energieausweis: Beim Bedarfsausweis ergibt sie sich aus dem berechneten Endenergiebedarf, beim Verbrauchsausweis aus dem erfassten Verbrauch. Der farbige Pfeil zeigt, wo Ihr Gebäude auf der Skala liegt.
Was beeinflusst die Klasse?
- Gebäudehülle: Dämmung von Dach, Wänden, Keller; Fensterqualität.
- Heiztechnik: Art und Effizienz der Heizung – eine Wärmepumpe hebt die Klasse oft deutlich.
- Warmwasser und Lüftung.
Neue EU-Skala A–G – gilt sie für mein Haus?
Die EU-Gebäuderichtlinie sieht eine einheitliche Skala von A bis G vor: Klasse A für Nullemissionsgebäude, Klasse G für die energetisch schwächsten Gebäude des Bestands. Deutschland setzt das mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) um, das Bundestag und Bundesrat am 10. Juli 2026 verabschiedet haben. Für Wohngebäude ändert sich dadurch zunächst nichts – die A–G-Klassen gelten vorerst nur für Nichtwohngebäude, und zwar erst sechs Monate nach der Verkündung des Gesetzes (Stand 22.07.2026: noch nicht verkündet). Details im Ratgeber GEG → GModG 2026. Bereits ausgestellte Energieausweise behalten ihre Skala und ihre Gültigkeit bis zum Ablauf.
Welche Klasse ist „gut“?
Die Klassen A+ bis C gelten als energetisch gut. Viele Bestandsgebäude liegen zwischen D und F. Eine schlechtere Klasse ist kein Mangel an sich, kann aber Heizkosten und – bei Verkauf oder Vermietung – die Vermarktung beeinflussen. Sanierungen (Dämmung, Fenster, Heizung) verbessern die Klasse.
Häufige Fragen
Welche Energieeffizienzklasse hat ein durchschnittliches Bestandshaus?
Häufig zwischen D und F. Unsanierte Altbauten erreichen oft G oder H, sanierte Gebäude B bis C.
Bezieht sich die Klasse auf End- oder Primärenergie?
Die ausgewiesene Effizienzklasse beruht auf dem Endenergiekennwert. Der Energieausweis nennt zusätzlich den Primärenergiebedarf.
Ändert die neue A–G-Skala meine bestehende Klasse?
Nein. Ihr aktueller Ausweis bleibt mit seiner Skala bis zum Ablauf gültig. Die neue Skala gilt erst für künftig ausgestellte Ausweise nach der Umsetzung.
Wie verbessere ich die Energieeffizienzklasse?
Durch bessere Dämmung, moderne Fenster und eine effiziente Heizung (z. B. Wärmepumpe). Ein neuer Energieausweis dokumentiert die Verbesserung.
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Klassenwerte sind Richtwerte für Wohngebäude nach gängiger Einteilung des Energieausweises (GEG). Die EU-Skala A–G ist über das GModG beschlossen, aber noch nicht in Kraft und zunächst nur für Nichtwohngebäude vorgesehen; Stand: 22. Juli 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Energieberatung im Einzelfall.